Aminosäuren bilden die Grundlage aller Eiweiße (Proteine) im menschlichen Körper. Diese Proteine sind an vielen wichtigen Strukturen und Vorgängen beteiligt – unter anderem an Muskeln, Bindegewebe, Knochen, Enzymen, Hormonen und dem Immunsystem. Der Körper kann einen Teil der Aminosäuren selbst herstellen. Andere hingegen müssen täglich über die Ernährung zugeführt werden. Diese nennt man essenzielle Aminosäuren, da sie für zahlreiche normale Körperfunktionen benötigt werden und nicht selbst synthetisiert werden können.
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Aminosäuren sind grundlegende Bausteine von Proteinen (Eiweißen) und gehören zu den wichtigsten Molekülen im menschlichen Körper. Insgesamt sind 21 proteinogene Aminosäuren bekannt – also jene, aus denen der Organismus körpereigene Eiweiße aufbauen kann.
Daneben gibt es zahlreiche nicht-proteinogene Aminosäuren, die zwar nicht direkt in Proteine eingebaut werden, aber wichtige Aufgaben im Stoffwechsel, im Nervensystem oder als Vorläufer anderer Substanzen übernehmen.
Aminosäuren werden häufig danach eingeteilt, wie der Körper sie gewinnt:
Aminosäuren sind an nahezu allen biologischen Abläufen beteiligt. Dazu gehören u. a.:
Bestandteil von Antikörpern
Bestandteil von Transportproteinen wie Hämoglobin, das Sauerstoff bindet und transportiert
Aminosäuren sind also nicht nur Proteinbausteine, sondern entscheidend für eine Vielzahl lebenswichtiger Prozesse.
Damit der Körper ausreichend mit allen Aminosäuren versorgt wird, ist die tägliche Eiweißaufnahme entscheidend.
Für einzelne Aminosäuren gibt es keine offiziellen Zufuhrempfehlungen – wichtig ist eine ausgewogene, proteinreiche Ernährung.
Diese Lebensmittel enthalten alle essenziellen Aminosäuren in einem ausgewogenen Verhältnis und sind daher besonders wertvoll für die tägliche Versorgung.
Die biologische Wertigkeit tierischer Proteine liegt oft über 90, was bedeutet, dass der Körper sie sehr effizient in körpereigene Proteine umwandeln kann. Sie gelten als vollständige Proteinquellen, da sie alle essenziellen Aminosäuren in ausreichender Menge liefern.
Besonders Eier und Milchprodukte zeichnen sich durch ihre hohe biologische Wertigkeit und gute Verdaulichkeit aus, weshalb sie häufig als Referenz für die Qualitätsbewertung von Proteinen herangezogen werden.
Pflanzliches Eiweiß hat oft eine geringere biologische Wertigkeit, da einzelne essenzielle Aminosäuren fehlen können.
Durch cleveres Kombinieren lässt sich die Wertigkeit jedoch deutlich steigern – beliebt sind u. a.:
Solche Kombinationen sind z. B. für Vegetarier und Veganer besonders wertvoll.
Folgendes lässt sich klar feststellen:
Eine ausreichende Versorgung mit allen essenziellen Aminosäuren unterstützt den Körper dabei, seine regulären Funktionen optimal auszuführen – von der Zellstruktur über Enzyme bis hin zur normalen Muskelarbeit.
Aminosäuren spielen eine Rolle in Bereichen wie:
Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf normalerweise gut ab.